© 2019 by ena.maria.b  I  enamariab@gmail.com  I  Langenlois, Österreich

Die Sache mit dem Namen...

Irgendwann im Laufe der Schwangerschaft, besonders wenn das Geschlecht bereits enthüllt ist, kommt die Überlegung nach dem Namen. Ein Name, der das Kind lebenslänglich begleitet. Ein Name, der was bedeutet, das Kind voran bringt, schön klingt. Die Ansprüche, die Eltern,... die ich, an einen Namen stelle sind gefühlt unüberbrückbar hoch.

Auf Facebook habe ich erst kürzlich, den zugegebenermaßen wahren Spruch gelesen:


Du weißt erst wieviele Menschen du nicht ausstehen kannst, wenn du einen Namen für dein Kind suchst!

Ich ergänze das ganze und füge hinzu: .


.... oder du Lehrerin bist und mit jedem Namen eine Schülerin/einen Schüler verbindest! 




Ein Name für ein Kind zu finden ist wie sich für ein Tattoo zu entscheiden, nur dass du die Entscheidung für jemand anders triffst und dieses Tattoo mitten im Gesicht klebt. Lebenslänglich. Zumindest ist das momentan mein Gefühl. Ich habe eine Liste mit Namen schon lange bevor ich schwanger wurde erstellt, diese regelmäßig ergänzt, geändert und auch gekürzt. Auch wenn mir bewusst ist, dass die Veröffentlichung möglicher Kindsnamen nach hinten losgehen und gerade der Lieblingsname durch Kommentare anderer versaut werden kann, habe ich beschlossen meine Liste mit euch zu teilen. Ich hoffe doch sehr, dass ihr gnädiger und respektvoller sein werdet, als so manches Familienmitglied oder so manche Freundin.  

Warum ich es dennoch verlautbare? Nun ja, ich will einfach wissen, wie der Name auf andere wirkt, was sie mit dem Namen assoziieren, wie er in der Welt, in die ich mein Kind einmal schicken werde, ankommt. Die Stärke dann trotz allem den Namen zu wählen, der mir am besten gefällt und nicht der Allgemeinheit, die besitze ich schon lange, von demher traue ich mich diesen Schritt zu gehen....



Nachdem mittlerweile bekannt ist, dass wir einen Buben bekommen, lasse ich meine viel längere Mädchenliste weg. Die Reihenfolge hat keinerlei Aussage, also nicht beachten. Zusätzlich werde ich meine Gedanken zu den jeweiligen Namen erklären, eventuell die Herkunft erläutern, aber auch meine Bedenken kundtun.


MEINE NAMENSLISTE


  1. Henri - ein Name, den ich meinem Sohn geben wollte, seit dem ich ein Kind war. Mit i hinten, da ich keinFan von y bin. Niemals und nirgends. Für mich stand immer fest, dass mein Sohn einmal so heißen würde. Das Problem: Vor etwa sieben Jahren konnte ich es nicht mehr abwarten, den Namen zu vergeben und vergab ihn meiner über alles geliebten Katze, die auch heute ein treuer Begleiter ist. Schön blöd.... Das Kind nach der Katze benennen? Henri II.? Die Katze, die sowieso nur ,,Bubu" genannt wird, umtaufen? Der Welt erklären, dass die Katze nur der Platzhalter für den Namen war oder einfach darüber hinwegschauen?

  2. Benjamin - wunderschöner Name. Tolle Abkürzungsmöglichkeiten. Benjamin Greilinger klingt auch nicht schlecht finde ich. Ich finde keine Bedenken, außer dass er, wie soll ich sagen, etwas ausgelutscht ist, oder? Alltäglich. Schön. Normal. Dazu fällt mir nur ein: Ich weiß es nicht....

  3. Oscar - Ich weiß auch das nicht...Im Moment weiß ich gar nicht, ob er überhaupt auf meiner Liste stehen sollte, allerdings denke ich morgen vermutlich wieder anders darüber!

  4. Noah - Während mein Mann an den Boris Becker Sprössling dachte, was mich ziemlich verstört hat, dachte ich eher an das Buch Genesis aus der Bibel. Der Typ mit der Arche, eh schon wissen, für alle ehemaligen Religionsunterrichtsverweigerer. Noah Greilinger. Der Favorit meiner Nachbarin und sehr guten Freundin. Sie meint der Name klingt harmonisch, als würde er berühmt werden und viel erreichen. Ich dachte daraufhin gleich an einen Schmusesänger. Der Name klingt auf jeden Fall weicher als Oscar, oder was sagt ihr?

  5. Levi - Lange mein Favorit nachdem Henri ja schon vergeben war. AAAAABER.... und jetzt kommt's: Beide Großmütter finden ihn furchtbar, was mir grundsätzlich egal ist. Diese Einstellung habe ich lange antrainiert und beherrsche sie bravourös, gö Mama? Aber ihr Argument ist, dass Levi ein typisch jüdischer Name ist, was mir prinzipiell auch egal ist, aber ich stelle mir die Frage, ob auch andere Menschen den Namen sofort damit verbinden und nur ich keinerlei Bezug sehe. Levi ist ein biblischer Name, er ist der Sohn von Jakob und Lea und einer der 12 Stammväter. Der Name an sich bedeutet "verbunden sein", was ich ziemlich schön finde. Ein weiteres Bedenken meinerseits ist die Tatsache, dass der Name mit i endet. Als Kind süß, aber will ein erwachsener Mann Levi heißen? Mir gefällt der Name wirklich sehr gut und ist nach wie vor einer unserer Favoriten, genauso wie der folgende.

  6. Louis - stand schon ganz früh auf meiner Liste, jedoch begeisterte er meinen Mann eher weniger. Erst als eine Freundin ihn aussprach und er ihn von jemand anders hörte, gefiel er ihm plötzlich. Auch hier kommen Aber hinzu. Die Schreibweise: Louis ist französisch. Jeder der eine gute Schule besucht hat, weiß, dass es ein sehr alter Name ist, bedenke man doch alleine schon diverse Könige. Schlicht auch einfach die französische Form von Ludwig. Nun gut, zurück zur Schreibweise. Ich will den Namen Louis schreiben, weil es für mich die einzig richtige Form ist, allerdings auch das "s" aussprechen, was ja im Französischen nicht der Fall ist. Aber wäre das nicht, als würde ich mein Kind Justin taufen und dann nicht Jastin sagen, sonder Justin (u als u aussprechen)?! Die Schreibweisen Lewis und Luis gefallen mir leider beide einfach nicht. Ein weiteres Aber ist, dass ich etwas Angst habe, dass Louis gerade zu einem Trendnamen heranläuft.

  7. Emil - Emil und die Detektive, ich hab's als Kind geliebt, genauso wie...

  8. Anton - Pünktchen und Anton. Wer kennt's noch? Anton heißt auch mein Opa, gefiel mir so lange gut, bis ich einen Schüler bekam, der Anton hieß. Höre ich den Namen Anton, denke ih nicht mehr an meinen Opa, sondern sofort an meinen Schüler.


Ich würde mich wirklich sehr über eure Meinungen und vor allem eure Favoriten freuen und bitte euch bei Nichtgefallen eines Namens, das auch zu begründen. Ein "der gefällt mir nicht, der ist scheiße" ist nicht nur unhöflich, sondern auch eifach nicht angebracht, ansonsten freue ich mich eure Meinungen zu hören und bin froh, dass ich mir noch weitere Monate den Kopf zerbrechen kann...




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