Ein Geschenk für die Urli


Seit 87 Jahren feiert die Uroma am 10. Mai ihren Geburtstag, seit 30 Jahren macht sie dies als Oma und seit zwei Jahren auch als Uroma, heuer das erste Mal sogar zweifach. Die erste Hälfte meines Lebens wurde dafür gebastelt, gezeichnet oder eben irgendwas gestaltet, was die kindliche Hand hergab.

Die zweite Hälfte, oder sagen wir mal die letzten Jahre soweit ich mich erinnern kann, gab es einfache und brauchbare Geschenke und Aufmerksamkeiten z.B. Gutscheine für die Apotheke oder die Fußpflege. Diese Geschenke waren praktisch, aber leider wenig herzerfüllend oder freudebringend. Daran konnte auch der obligatorische Blumenstrauß kaum was verbessern.


Hätte sich letztes Jahr CEWE nicht bei mir gemeldet und gefragt, ob ich nicht ein bisschen Liebe und ganz viel Persönliches verschenken will, würde es vermutlich auch die restlichen Jahre ihres Lebens pharmazeutische Erzeugnisse und Glückwunschkarten diverser Spendenorganisationen regnen.



Der Becher mit dem Familienfoto war ein passendes Geschenk zu Weihnachten, das Fotobuch, das sie ausschließlich in der Mutter-, Oma- und Uromarolle zeigt am Muttertag, also musste ich was suchen, was besonders ist, Freude bringt und vielleicht sogar einen praktischen Nutzen hat. Ich durchforstete also die unendlich große Welt von CEWE, fand Fotopolster, Schlüsselanhänger, Teddybären, Kalender, ja sogar personalisierbare, mit Foto gestaltbare Türschilder begegneten mir. Letzteres muss ich übrigens wiedermal haben.


Aber dann. Dann kam ich zu den Spielen. Ein Puzzle wäre nichts für sie, aber ein Memory-Spiel sehr wohl. In dieser Sekunde erinnerte ich mich an meinen Opa, wie er zu Lebzeiten am Küchentisch saß und mit meiner Oma das Memory-Spiel spielte, um sein Hirn weiterhin „am Leben zu halten“, wie er immer sagte. Es war ein Dschungelbuch-Memory aus meiner Kindheit und so saßen sie stundenlang und suchten Mogli, Balu und die Affenbande zusammen. Leider fehlte der Oma im letzten Jahr nicht nur ihr Mann, sondern auch ihr Memorypartner und es geriet in Vergessenheit.


Lange Rede, kurzer Sinn. Meine Freude war groß und ich wusste sofort, dass das DAS Geschenk war: Ein Foto Memo bestehend aus Bildern ihrer Buben, Levi und Anton, und uns.

Sofort begann ich Fotos rauszusuchen und ein Memory zu gestalten, das meiner Oma, der Urli, das schönste Geschenk werden sollte.



Ein wenig traurig werde ich immer noch, auch jetzt beim Schreiben, beim Gedanken daran, was so ein Geschenk für meinen Opa bedeutet hätte. Es hätte ihm die Welt bedeutet.


Der Geburtstag

Montag war also der Tag an dem meine Oma ein Jahr älter wurde. Es gab Torte, Blumen und dann ein Päckchen mit einem Foto der Urli unter dem Juteband. Die größte Freude hatte erstmal Levi, der das Geschenk überbringen und auch ein wenig beim Auspacken helfen durfte. Verdutzt, dass es keine Schokolade war, öffnete die Urli die rote Schachtel, die das Spiel beinhaltete.

Eine gefühlte Ewigkeit saß sie da, mit der geöffneten Schachtel vor ihr, Blick auf die quadratischen Teile, auf Teile mit kleinen Levis und noch kleineren Antons.

Auch Levi schien inne zu halten und das erste Mal stillschweigend abzuwarten was passiert.

Mit Tränen in den Augen hob sie den Kopf „Das hätte dem Opa so gefallen. Mit wem spiel’ ich das denn jetzt?“ Jeder war einfach nur gerührt und jeder wollte im selben Moment antworten, ihr sagen, dass wir alle bereit wären mit ihr Memory zu spielen, doch im selben Augenblick entschied Levi sein Schweigen zu brechen und uns alle zuvor zu kommen: „Leli spielen!“, quietschte er fröhlich durch den sonnigen Hof und alle mussten lachen.



Wieder einmal dankte ich CEWE dafür, so viel mehr als ein Produkt zu Verfügung gestellt zu haben. CEWE hat es wiedermal geschafft, Emotionen zu erzeugen, Herzen zu berühren und Freude hervorzurufen, das ist und bleibt das wertvollste Gut und das schönste Geschenk, das man bekommen kann.



In freundlicher Zusammenarbeit mit CEWE Österreich.











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